Warum ich den Sommer so liebe

Als Model komme ich natürlich viel in der Welt herum, erfreulicherweise verschlägt es mich dabei oft in Gegenden, in denen es zumindest zum Zeitpunkt der Fotoaufnahmen schön sonnig und warm ist. Allerdings sieht es leider oft genug nur sonnig auf, während man in bitterer Kälte mit ein bisschen Stoff am Leib gute Miene zum bösen Spiel macht. Aber ich persönlich freue mich jedes Jahr darauf, dass es wirklich Sommer wird! Für mich bedeutet der Sommer Freiheit, und zwar in jeder Hinsicht. Endlich kann ich mit meinen liebsten Freundinnen die Tage und Abende draußen verbringen, anstatt uns in engen Räumen zu treffen. Endlich kann ich Luft und Sonne an meine Haut lassen, ganz zu schweigen von dem Spaß, den ich daran habe, die unendlichen Möglichkeiten der Sommermode auszuprobieren. Tolle Hüte und Tücher für den Kopf, an Kleidung alles von eng und knapp bis weit und luftig, und an den Füßen ein Hauch von Nichts in Flip Flops oder Sandalen, von denen ich einfach nicht genug haben kann. Niemals sonst ist es so einfach, top gestylt auszusehen, wie im Sommer.

Und habt ihr nicht auch den Eindruck, dass die Leute, egal wo sie wohnen, irgendwie südländisch-entspannt werden, wenn die Temperaturen die 25 Grad überschreiten? Alle Welt ist irgendwie entspannter, die Menschen tragen öfter ein Lächeln im Gesicht, das Leben verlagert sich nach draußen. Ich liebe dieses Lebensgefühl, das ich im Sommer eben nicht nur am Mittelmeer genießen kann, sondern überall auf der Welt antreffe.

In diesem Sinne hoffe ich, dass auch ihr entspannten Wochen entgegenblickt und wünsche euch einen tollen Sommer!

Herzlich Willkommen in meinem Blog

Mein Name ist Crystal Renn und ich bin Model. Viele Menschen, denen ich zum ersten Mal begegne, lachen tatsächlich, wenn ich ihnen meinen Beruf verrate. So traurig es ist, auch heute noch wird Frauen, die ein paar Kilo mehr auf den Rippen haben, einfach nicht zugestanden, dass sie schön sind und mit ihrer Schönheit Geld verdienen können.

Mein Weg zum Plus-Size-Model

Ich war schon als Kind mollig. „Moppelig“ nannte man das damals und war wohl liebevoll gemeint, mich hat es unheimlich gekränkt. Das Schlimmste aber war, dass mir das Gefühl, ich wäre zu dick, mir im Grunde meine Kindheit geraubt hat: Ständig setzte ich mich selbst unter Druck, dünner werden zu müssen. Bei jedem Eis hatte ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich im Kino war verkniff ich mir das Popcorn damit die Leute nicht dachten: „Na, bei der sieht man ja, wo es bleibt.“ Der Druck, dünner zu sein, kam zwar durch mich selbst, ausgelöst wurde er aber durch das, was ich in den Zeitschriften, die ich als Teenager las, gezeigt bekam: Superschlanke Mädchen, denen die Welt zu Füßen lag.
Es war es langer Lernprozess, bevor ich erkannte, dass ich niemals eines dieser Mädchen sein werde – zumindest nicht dann, wenn ich nicht schnurstracks in eine Essstörung marschieren wollte. Ich lernte also, meinen Körper so zu akzeptieren, wie er nun einmal ist. Und das beste daran war: Sobald ich mich selbst so wie ich war schön fand, strahlte ich das auch aus – und die Leute wandten sich mir zu. Eines Tages, als ich gerade gemütlich mit einer Freundin in einem Café saß, wurde ich sogar von einem Herrn angesprochen, der, wie sich herausstellte, Scout für eine Modelagentur war – eine Modelagentur für „plus size“ – Models – also Models, die nicht Size Zero-Format haben. Erstaunlicherweise gibt es tatsächlich Bedarf an hübschen Frauen mit Kurven – eine Tatsache, die mir bis dahin überhaupt nicht bewusst gewesen war!

In jeder Frau steckt eine Beauty-Queen

Seitdem genieße ich es, schöne Kleider und fantastisches Make-Up zu präsentieren. Ich habe die Möglichkeit, in der Welt herum zu reisen und Orte zu sehen, von denen ich als „moppeliges“ kleines Mädchen niemals zu träumen gewagt hätte.
So, genug über mich, jetzt wünsche ich viel Spaß beim Stöbern in meinen Einträgen zu den Themen Schönheit, Mode und Körperpflege.